Draußen ist es dunkel, der Mond verbirgt sich hinter einer Wolkendecke, auf den Fluren der kleinen Burg ist es still … Wirklich still? Wer genau hinhört, bemerkt leises Gemurmel hinter den Türen einiger Klassenzimmer. Und dann gehen Türen auf, Gruppen von Fünftklässlern laufen suchend um sich schauend durch die Gänge, verschwinden hinter einer anderen Tür … und es ist wieder still … Was ist da los? Die Erklärung ist einfach: Wie in jedem Jahr fand an der Kleinen Burg das Mondscheinlesen statt – die Lesenacht für unsere fünften Klassen. Um 18.00 Uhr am Freitag, den 24.01.2020, trafen sich alle fünften Klassen zunächst in ihren Klassenräumen zum gemeinsamen Abendbrot. Anschließend gab es eine Einführungsveranstaltung in der Aula, die durch Kung Fu Panda, Tom Riddle, Michel aus Lönneberger und anderen Jugendbuchfiguren sehr originell eingeleitet wurde (großen Dank an den DS-Kurs von Frau Bieber). Danach wanderten die Fünftklässler in kleinen Gruppen von einem als kuscheligen Vorleseraum dekorierten Klassenraum zum nächsten, wo Oberstufenschüler Ausschnitte aus Jugendbüchern vorlasen.
Die Lesenacht wäre aber keine LeseNACHT, wenn jetzt alles zu Ende wäre. Um 21.00 Uhr ging es ans Bettenmachen. Einzelne Eltern aus den Klassen hatten sich bereit erklärt, mit den Kindern in der Schule zu übernachten. Tische und Stühle wurden verschoben, Besen geschwungen und Bettenlager gebaut. Und bald konnte man kaum glauben, dass in diesen Räumen sonst eigentlich Unterricht stattfand. Vor dem Schlafen durften die Fünftklässler aber noch einmal bei Dunkelheit durch die Schulflure geistern und Quizfragen in versteckten alten Brockhausbänden finden und lösen. Die Nacht blieb ruhig, um 8 Uhr wurde pompös gefrühstückt und 9.30 Uhr stand die Kleine Burg wieder so friedlich und leer da, wie sie es an Samstagen gewohnt ist.
Ein riesiger Dank gebührt unseren Oberstufenschülern und Eltern, die diese Veranstaltung durch Vorlesen, Übernachten und den Frühstücksservice zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.

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