Erdkunde

Erdkunde an der Kleinen Burg

Das Fach Erdkunde – nur für Briefträger?

Erdkunde? – Da mussten wir doch immer nur Hauptstädte und Flüsse auswendig lernen!

Zwar ist diese alte „Briefträger-Geographie“ auch heute noch nicht ganz verschwunden, weil es nicht nur bei Günther Jauch peinlich ist, wenn man Albanien nach Asien verpflanzt.

Doch der moderne Erdkundeunterricht geht weit darüber hinaus. Die zentrale Frage lautet immer:

Wie leben Menschen in den unterschiedlichen Regionen der Erde?

 

Dabei spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. Erdkunde ist das Fach, das ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte miteinander verknüpft und so hilft, die Welt in ihrer ganzen Komplexität zu verstehen.

 

Hier einige Beispiele aus unterschiedlichen Jahrgängen der Mittelstufe:

Klasse Thema Oberthema
5 Landwirtschaft im Wandel Landwirtschaft in Deutschland
7 Raubbau am Regenwald Leben und Wirtschaften in verschiedenen Klimazonen
9 Nachhaltige Entwicklung in Ländern des Globalen Südens Merkmale unterschiedlichen Entwicklungsstandes
10 Globalisierung hautnah – von Fast Fashion zu Slow Fashion Welthandel und Globalisierung

 

 

 

Lesen Lesen Langweilen – nicht im Erdkundeunterricht

Das Fach Erdkunde ist geprägt durch eine ausgesprochene Medienvielfalt, die eine abwechslungsreiche, aber auch anspruchsvolle Mischung darstellt:

  • Karten mit unterschiedlichster thematischer Ausrichtung und Raumgröße
  • Informationstexte, Diagramme, Tabellen, Fotos, Filme, Internet, Karikaturen
  • Exkursionen ins nahe und ferne Umland

 

 

Erdkunde an der Schule – was habe ich denn davon?

Phänomene wie Klimawandel, Erdbeben, Hochwasser und Stürme, aber auch Themen wie Globalisierung, europäische Zusammenarbeit, Bevölkerungsentwicklung, Migration, Ungleichheiten oder Konflikte um Ressourcen beeinflussen unser Leben auf der Erde ganz direkt.

Um mit diesen weltweiten und oft sehr komplexen Entwicklungen umgehen zu können, braucht es neues Denken und Handeln – und das auf Grundlage von fundiertem Wissen. Das betrifft zum Beispiel:

  • Umweltschutz und Risikovorsorge,
  • die sichere Nutzung von Ressourcen,
  • wirtschaftliche Entwicklung,
  • internationale Zusammenarbeit oder
  • die Planung von Städten und Räumen.

All diese Prozesse entstehen durch das Zusammenspiel von natürlichen Gegebenheiten und menschlichen Aktivitäten. Genau hier liegt die besondere Stärke des Faches Erdkunde: Es hilft uns, die Welt in ihren unterschiedlichen Räumen und Größenordnungen zu verstehen – von der eigenen Stadt bis hin zum globalen Maßstab.

(Vgl. Niedersächsisches Kultusministerium (2015): Kerncurriculum für das Gymnasium. Schuljahrgänge 5-10. Erdkunde.)

 

Der Erdkundeunterricht möchte die Schülerinnen und Schüler der Kleinen Burg zu

  • kompetenten,
  • umweltbewussten,
  • weltgewandten,
  • verantwortungsvoll handelnden …

         … Bewohnern dieses Planeten machen.

 

Der Erdkundeunterricht schafft Grundlagen für viele Berufsfelder, u. a. in den Bereichen Klima- und Umweltschutz, Planung, Tourismus oder Wirtschaftsförderung in öffentlicher und privater Hand.