Am 11.03.2014 jährte sich zum dritten Mal die Natur- und Umweltkatastrohe von Fukushima. Wie schon im Jahr zuvor fand in der Aula unseres Gymnasiums eine Begegnung mit einem Zeitzeugen statt. Dieses Jahr hatte Frau Yukimi Hagiwara den weiten Weg von Japan auf sich genommen, um unseren Schülerinnen und Schülern mit Hilfe einer Dolmetscherin von ihrem Schicksal zu berichten und anschließend mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.
Sichtlich bewegt berichtete sie, wie sie und ihre Familie das schreckliche Erdbeben überlebten und wie die folgenden Tage von Zerstörung, Angst und Hunger geprägt waren. Da die Familie nicht direkt an der Küste wohnte, sondern im Hinterland, war sie auch nicht direkt von dem schweren Tsunami betroffen. Abgeschnitten von sämtlichen Kommunikationsmitteln erfuhr Frau Hagiwara erst Tage später von der Reaktorkatstrophe, als es ihrer Schwester, die in Osaka lebt, gelang, sie telefonisch zu erreichen.
Eindrucksvoll schilderte die Zeitzeugin, wie sie in kürzester Zeit den Entschluss fasste mit ihren zwei Kindern die betroffene Region und damit ihr gerade neu gebautes Haus zu verlassen und so zum Flüchtling im eigenen Land wurde.
Ihre Familie wird nie mehr in ihr Haus zurückkehren können, da die radioaktive Belastung inzwischen zu groß ist. Geblieben sind einzig zwei Koffer voll Erinnerungen, den Rest mussten sie zurücklassen.
Für die folgende Fragerunde ergaben sich verständlicher Weise viele Anknüpfungspunkte, die von den Schülerinnen und Schülern vielfältig wahrgenommen wurden.
Im Anschluss bestand die Möglichkeit am ökumenischen Gottesdienst in der St. Martini Kirche teilzunehmen und gemeinsam den Opfern und den Geschehnissen des 11.03.2011 zu gedenken. Auch hier war die Kleine Burg, die den Gottesdienst in Teilen mit vorbereitet hatte, gut vertreten.
Ein herzlicher Dank geht an die Evangelisch-lutherische Landeskirche und das Bistum Hildesheim, die diese intensive Begegnung ermöglichten.




