Sally Perel zu Gast an der Kleinen Burg

„Ich war Hitlerjunge Salomon“ – Sally Perel zu Gast an der Kleinen Burg
Wie ist es möglich, zwei Widersprüche zu vereinen? Wie ist es möglich, zugleich Jude und Mitglied der Hitlerjugend zu sein?
Diese Fragen hatten den Menschen Sally Perel lange gequält, bis er schließlich seine einzigartige Geschichte mit dem Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“ verarbeitete. Am 04.03.2016 hatten die Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium der Kleinen Burg die Gelegenheit, Sally Perel kennenzulernen und von seiner persönlichen Geschichte zu erfahren. So erzählte er von seiner Flucht aus dem Deutschen Reich über Polen, vom schmerzvollen Abschied von seinen Eltern und wie er es schließlich geschafft hatte, zu überleben. Die Intensität seiner Erlebnisse und die mit Bedacht gewählten Worte fesselten die Zuhörer und ließen erahnen, welche Dramatik seine Geschichte verkörpert. So ließ Sally Perel die Zuhörer am Ende des Vortrags wissen, dass es nicht seine Aufgabe sei, als Held oder Ankläger vorzutreten. Ihm sei es hingegen wichtig, dass sich die Fehler dieser Zeit nicht wiederholten. Zum Ende des Vortrags erhielt er als Andenken eine Festschrift und als Anerkennung eine Dankesurkunde sowie den Applaus der berührten Zuhörer. Nach dem Vortrag nahm sich Sally Perel Zeit, um sein Buch für jeden Interessierten persönlich zu signieren.
Wir danken Sally Perel, dass er dabei geholfen hat, ein tieferes Verständnis für diese Zeit und seine persönliche Geschichte zu entwickeln und verdeutlicht hat, dass Widersprüche nicht immer vereint werden können, aber Teil des Lebens und der Geschichte sind.
Marc Gramlich