Keine Kälte trotz „Eisprinzessin“
Eine Theaterrezension von Jan Walde (Kl. 11)
Gefroren hat vermutlich niemand, der am Samstagnachmittag des 28.05.2016 die zweite und letzte Vorstellung des von der AG „Modernes Theater“ (Kl. 11) einstudierten Stückes „Die Eisprinzessin“ von K.F. Waechter besucht hat. Das mag zwar auch an den sommerlichen Außentemperaturen gelegen haben, die während des Stücks in der Aula des Hauptstandortes der Kleinen Burg zu spüren waren, hitzig wurde es im Publikum aber vor allem durch die Energie und Kreativität, mit der Vanessa Zwinger als launische Hexe, gemeinsam mit ihren Schauspielkolleginnen Antonia Berg als eingebildeter Eisprinzessin und Floris Jäger als liebestoller König, das Publikum buchstäblich verzauberte. In einem modernen Märchen über einen nach der schönen Eisprinzessin schmachtenden König wurde mit viel Humor, Musik- und Tanzeinlagen und bei stimmungsvoller Lichttechnik (verantwortet von Justus Bauch) eine unterhaltsam scherzhafte Aufklärung betrieben, sodass die Pointen auch vor der sprichwörtlichen Gürtellinie keinen Halt machten. Die bemerkenswerte Hingabe, mit welcher die Schauspielerinnen ihre Rollen verkörperten, und der ständige Publikumskontakt rundeten den Theaternachmittag gelungen ab und führten maßgeblich zum tosenden Applaus, mit dem die inzwischen aus den Sitzen gerissenen Zuschauer nach dem großen Finale die Leistungen der jungen Schauspieltalente begeistert zu würdigen wussten.
