Am Freitag, den 13.12.2013, haben wir, die Klasse 5sl, das Ur- und Frühkundemuseum in Wolfenbüttel besucht.
Im Museum angekommen, konnten wir noch ein kleines Frühstück einnehmen und dann begann die Führung: Zuerst wurde uns eine Rekonstruktionszeichnung aus der Altsteinzeit gezeigt, die eine frühe Entwicklungsstufe des Menschen zeigte, den homo erectus. Auf dem Bild konnte man sehen, wie die Menschen das Fleisch eines Beutetieres nutzten. Außerdem zeigte uns unsere Museumsführerin eine Nachbildung originaler Speere, welche eindeutig die bis dahin gängige Meinung widerlegen, dass der homo erectus ausschließlich ein Aasfresser gewesen sei.
Danach haben wir ein Zelt aus Rentierfell besichtigt und durften sogar hineingehen. In so ein Zelt passen ungefähr vier Personen. Davor wurden jede Menge Fragen zur Lebensweise unserer Vorfahren gestellt. Es war sehr interessant zu sehen, wie unsere Vorfahren gelebt, gejagt und gegessen haben. Beeindruckend war auch der Größenvergleich eines Neandertalers zu einem ausgewachsenen Mammut und die Information, wie unsere Verwandten ein so großes Beutetier erlegen konnten.
Nun durften wir selbst Feuersteine bearbeiten. Wir haben kleine Steinspitzen angefertigt, indem wir einen Feuerstein und einen normalen Stein genommen haben und mit dem normalen Stein auf den Feuerstein gehauen haben und davon wurde dann eine kleine Steinspitze abgeschlagen.
Danach gingen wir zu einem Haus aus der Jungsteinzeit. Auch hier durften wir hineingehen; es war ganz schön dunkel und es gab keine Türen, aber ein Fenster. Die Frau erzählte, dass das Langhaus früher sogar doppelt so groß gewesen sei, weil man darin auch gearbeitet habe. Außerdem sei auf jedem Haus eine einzigartige Bemalung gewesen, denn so wusste man genau, wer wo wohnt. Die Lebensweise der Menschen im Neolithikum konnten wir nun anhand einer Reihe von Tätigkeiten nachvollziehen, die typisch für diese Epoche waren. So haben wir mit flachen Steinen Getreide zu Mehl gemahlen und mit einer anderen Bohrmaschine, als wie wir sie heute kennen, ein Loch in einen Stein gebohrt. Als jeder alles einmal gemacht hat, haben wir gemeinsam notiert, was uns besonders gut gefallen hat und den Heimweg angetreten.
Das war ein schöner Ausflug, der viel Spaß gemacht hat. Wir freuen uns schon auf den nächsten! Jessica, Katharina, Lotta, Vanessa (5sl)

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