Gedenkstätte KZ-Außenlager in Braunschweig

Gedenkstätte KZ-Außenlager in Braunschweig
Ein Exkursion der Klasse 10.4

Wir, die Klasse 10.4, hatten am 20.02.2014 die Gelegenheit, die Gedenkstätte in der Schillstraße 25 in Braunschweig besuchen zu dürfen. Die Gedenkstätte soll an ein KZ-Außenlager erinnern, das früher dort stand. Da wir im Geschichtsunterricht gerade das Thema Nationalsozialismus behandeln, begleiteten uns unsere Geschichtslehrerin Frau Gadau sowie Frau Heier. Der Tag fing schon sehr spannend an: Als die Dame, die in der Gedenkstätte arbeitet, das kleine Haus aufschloss, ging die Alarmanlage an und die Polizei musste anrücken. Schon bald gab die Alarmanlage Ruhe. Nachdem wir unsere Taschen im Haus unterbringen durften, schauten wir uns das Schill-Denkmal an. Eine Studentin erklärte uns, dass dieses Denkmal an die Befreiungskriege gegen die Napoleonische Herrschaft erinnert. Die Bronzetafeln ringsumher dienen zum Gedenken der im Zweiten Weltkrieg gefallenen und vermissten Soldaten aus Braunschweig. Da wir nun alles über das Denkmal wussten, gingen wir wieder in das kleine Haus. Dort erwartete uns schon ein kurzer Film, der zeigte, wie das KZ aufgebaut war. Danach schauten wir uns ein sehr bewegendes Zeitzeugeninterview eines Braunschweigers an. Wir waren entsetzt, dass dieser Mann mit so jungen Jahren schon so viel durchmachen musste. Nachdem wir ein wenig über das Interview gesprochen hatten, wurden kleine Kärtchen auf einem großen Tisch ausgebreitet und jeder sollte sich eine aussuchen. Wir sollten uns das Bild, das vorne abgedruckt war, ansehen und nachdenken, was es wohl zu bedeuten hatte. Dann durften wir uns die Rückseiten ansehen, auf denen ein Gesetz, das das Bild erklärte, stand. Wir stellten uns gegenseitig die Karten vor und hingen sie dann an einer Leine, an der Jahreszahlen angebracht waren, auf. Am Ende konnten wir sehen, dass in manchen Jahren besonders viele judenfeindliche Gesetze erlassen wurden. Nach einer kleinen Pause arbeiteten wir in Gruppen weiter. Wir erhielten Quellen über Sidonie Cohn, einer jüdischen Frau, die sich gegen die Stadt Braunschweig wehrte. Anhand der Quellen und ihrem von uns erarbeiteten Lebenslauf konnte ihr persönlicher Lebens- und Leidensweg mit den Gesetzgebungen dieser Zeit verknüpft werden. Die Örtlichkeiten in Braunschweig, von denen die Rede war, markierten wir gemeinsam. Am Ende durften wir noch ein kurzes Feedback geben.
Der Besuch der Gedenkstätte war wohl für uns alle ein sehr interessantes Erlebnis. Es war sehr schön, dass der Tag so abwechslungsreich gestaltet wurde. Ein weiterer Pluspunkt ist das offene Archiv, aus dem man sich eine Kassette nehmen und diese durchschauen kann.
Fazit: Die Gedenkstätte eignet sich wunderbar für den Geschichtsunterricht und ist auch etwas für diejenigen, die sich für Braunschweiger Geschichte interessieren.

Das Archiv hat Dienstag und Mittwoch und jeden ersten Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Donnerstags kann es von 16 bis 19 Uhr besucht werden.
Andere Besuchszeiten können telefonisch vereinbart werden.
Die Telefonnummer findet ihr im Netz auf der Seite der Gedenkstätte: www.schillstrasse.de

Daniela Claas und Jacqueline Eyberg für die Klasse 10.4