Vanessa hat letztes Jahr ihr Abitur an der Kleinen Burg gemacht und studiert jetzt Architektur in Braunschweig. Im Uniprojekt „Genius Loci“ (=Geist des Ortes) haben die Studenten gruppenteilig die Stadt Braunschweig mit Finnpappe als Modell nachgebaut. Vanessa hat zusätzlich ein Ausschnittsmodell von „Antoris Bistro & Café“ entworfen. In dem Café hinter dem Herzog Anton Ulrich-Museum kann man sich zentral vom Stadt- und Museumsbesuch erholen und zur Ruhe kommen, hier ist der „Geist des Ortes“ zu finden. Für die Abstraktion zerlegt Vanessa das Licht mit einem Gitter mithilfe der subjektiven Methode in seine einzelnen Bestandteile. „Das haben wir im Leistungskurs bei Frau Schilde gelernt“, sagt Vanessa, als sie in der Physiksammlung zusammen mit Frau Schilde an einem geeigneten Experiment zur Abstraktion der Aufgabe tüftelt. Das Gitter zerlegt das weiße Licht in seine Einzelbestandteile und jede einzelne Farbe wird sichtbar. Das Café zerlegt das Gemenge der äußeren Einflüsse in einzelne Zonen (Park, Museum, Innenstadt) und so geht die äußere Dynamik im Café über in Ruhe, Stärkung und Konzentration. Hier wird die Physik im Architekturstudium also mal ganz künstlerisch und abstrakt genutzt.

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