Samstag Morgen, 7 Uhr. 19 Schüler, drei Lehrer, sieben Tage ohne WLAN, elf Stunden Fahrt,
ob das gut geht? Mit Rucksäcken voll Essen stiegen wir in den Bus ein, aufgeregt, was uns die
nächsten Tage erwartet. Die lange Fahrt nach Brixen war angenehmer und kürzer als man
vermutet hatte, was daran liegen könnte, dass Ibo mit seinem Lautsprecher den Bus in eine
Disco verwandeln wollte (ob die anderen wollten, oder nicht) und weil die allgemeine Stimmung
im Bus die ganze Zeit sehr gut war. Abends angekommen, trafen wir in unsere Pension ein,
wurden in unsere Zimmer eingeteilt und bekamen noch ein warmes Essen. Zu der Pension
muss man sagen, dass wir alle angenehm überrascht waren. Die Familie Bacher hat uns mit
leckerem Essen verwöhnt und war rund um die Uhr für uns da, es gab einige Badezimmer,
sodass man nicht allzu lange mit dem Duschen warten musste und wir waren die einzige
Gruppe, was auch echt entspannend war. Und die Entspannung brauchten wir, da wir ja jeden
Tag auf der Skipiste aktiv waren. Die Meisten aus der Gruppe waren Anfänger und standen
noch nie zuvor auf Skiern, deshalb hieß es gleich am ersten Tag: Skifahren lernen! Wir wurden
in drei Gruppen aufgeteilt, die auch die Tage immer in der Konstellation zusammen blieben.
Direkt am zweiten Tag konnten wir auf den richtigen Pisten fahren, wenn auch noch etwas
wackelig auf den Skiern. Aber all die Stürze und blauen Flecken haben sich ausgezahlt: Am
Tag der Prüfung konnte man sehen, dass jeder Einzelne aus der Gruppe sicher und gut fahren
konnte, sodass alle doch recht viele Punkte erzielen konnten. Wo eigentlich der Fokus der Fahrt
auf dem Skifahren liegen sollte, muss man dazu sagen, dass das “après ski” mindestens
genauso wichtig war. Zwar konnte man in dem kleinen Ort nicht viel unternehmen, jedoch
haben wir immer etwas gefunden, um uns selbst zu beschäftigen. Wir hatten nie Langeweile,
sodass uns das fehlende Internet nicht mal etwas ausgemacht hat. Auch das tägliche
WerwolfSpielen
mit der ganzen Gruppe (plus Lehrer) wurde nie langweilig. Wenn mal nichts mit
der ganzen Gruppe unternommen wurde, so hat man sich einfach in kleinen Gruppen
beschäftigt. Dazu muss man sagen, dass wir uns vor der Fahrt nicht alle besonders gut
kannten. Auf der Fahrt haben wir nämlich nicht nur Skifahren gelernt, sondern auch neue
Freundschaften geschlossen. Und wir haben alle nach kurzer Zeit gemerkt, dass es gar nicht
um die Punkte auf das Skifahren ging, sondern um die Gemeinschaft, und vor allem: den Spaß,
den wir zusammen hatten. Und den hatten wir ohne Ende! Brixen war ein voller Erfolg und ich
denke, ich bin nicht die Einzige, die gerne länger geblieben wäre.
Alicia JägerHauer
