Theaterprojekt „Weltenbrand“

„Einen Tag lang nicht töten!“
Das Theaterprojekt „Weltenbrand“ im Gymnasium Kleine Burg

Begeisterung, Todesangst, Eisernes Kreuz, innere Zerbrochenheit bis zum Wahnsinn. Das sind die Stationen, die der Kriegsfreiwillige Adolf Reisiger während des ersten Weltkriegs durchlebt – eindrücklich vom Hamburger Ensemble Axensprung auf der Aulabühne des Gymnasiums Kleine Burg in Szene gesetzt.
Am letzten Montag verfolgten die 180 Schülerinnen und Schüler des elften Jahrgangs mit großer Aufmerksamkeit die anderthalbstündige szenische Kollage. Mit reduziertem Bühnenbild und ohne Effekthascherei gelang es den Schauspielern 100 Jahre nach Kriegsbeginn ihrem jungen Publikum den mörderischen Wahnsinn des Soldatendaseins der Jahre 1914-1918 nahe zu bringen, ohne dabei die Grenzen des Zumutbaren zu überschreiten. Die Eindrücklichkeit der Inszenierung, die dank des Fachbereichs Kultur der Stadt Braunschweig an der Kleinen Burg zur Aufführung kam, lag dabei besonders in den kleinen Gesten und der überzeugenden Mimik der Darsteller.
Das im Anschluss stattfindende sehr offene Gespräch mit den Schauspielern gab interessante Einblicke in die Entstehung des Stückes und die Arbeit von professionellen Bühnendarstellern.